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Das Gesetz der Anziehung

Richard Petersen • 24. Oktober 2024

Die Macht der Gedanken

Wer positiv denkt, dem wird Positives widerfahren. Das "Gesetz der Anziehung" (Resonanzgesetz)besagt eben dies.

Man zieht im Leben an, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet. Wie man positives Denken erlernt und negative Gedanken loswird.


"Ich mach´ mir die Welt, so wie sie mir gefällt", wusste schon Pippi Langstrumpf. Die aufgeweckte Mädchen aus Schweden spricht damit aus, was das Gesetz der Anziehung besagt.

Wer seine Gedanken in eine bestimmte Richtung lenkt, bekommt ein passendes Ergebnis, weil Gleichartiges sich gegenseitig anzieht – vom Menschen, über den Job und die Liebe bis zur Freizeitgestaltung.

Wissenschaftlich belegt ist das sogenannte "Resonanzgesetz" nicht, wird aber dennoch seit Jahrtausenden von Menschen angewendet und benannt.

Astrid Lindgren als geistige Mutter der Romanfigur Pippi Langstrumpf ist eine davon. "Alles, was an Großem in der Welt geschah, vollzog sich zuerst in der Phantasie eines Menschen", so ihr Fazit zur Kraft der Gedanken und damit auch dem Gesetz der Anziehung.


Bereits Jahrtausende vorher hat Sokrates für sich formuliert: "Das Geheimnis der Veränderung besteht darin, Deine ganze Energie darauf zu konzentrieren, Neues aufzubauen statt Altes zu bekämpfen." Beide Ansätze geben wieder, was das Gesetz der Anziehung besagt: Positives schafft Positives, Negatives schafft Negatives.

Das "Gesetz der Anziehung" geht davon aus, dass Menschen mit ihren Gedanken aktiv das Umfeld schaffen können, in dem sie sich bewegen wollen und dadurch ihre Zukunft selbst gestalten können.


Die Basis in der Neuzeit für diese Theorie hat Helena Petrovna Blavatsky gelegt. Die russische Okkultistin hat bereits 1877 das Gesetz der Anziehung für sich erkannt und formuliert.

Verschiedene weitere Autorinnen und Autoren haben im Nachgang diesen Gedanken aufgenommen und publiziert – bis hin zum bekannten Buch "The Secret" von Rhonda Byrne aus dem Jahr 2006, das tatsächlich gar nicht so geheimnisvoll ist, sondern nur zusammenfasst, was Autorinnen, Denker und Okkultisten schon weit im Vorfeld formuliert haben.


Wie aber soll das "Gesetz der Anziehung" nun funktionieren?

Verfechter dieses "Resonanzgesetzes" gehen davon aus, dass die Gedanken von Menschen Schwingungen erzeugen. Diese Schwingungen übertragen sich dann von der Person auf die Umwelt - ganz egal, ob Gefühle, Ängste, Sorgen oder Wünsche. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Mensch sich dessen bewusst ist. Die Schwingungen entstehen ohnehin. Darauf folgt: Ist sich jemand der Kraft seiner Gedanken bewusst, kann er seine Umwelt und damit sein Leben nach ganz eigenen Vorstellungen und Wünschen gestalten.


Zitate zum Gesetz der Anziehung

„Egal ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht, du wirst recht behalten.“ (Henry Ford)

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ (Buddha)

„Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“ (Marcus Aurelius)


Der wissenschaftliche Beweis für das Gesetz der Anziehung bleibt jedoch aus!

Aus der Physik kennen wir die Gravitation als einer der 4 Grundkräfte des Universums (1. Gravitation, 2. Elektromagnetismus, 3. schwache Wechselwirkung (für Radioaktivität) und 4. starke Wechselwirkung, die die Materie zusammenhält). Seitdem ihr Entdecker Issac Newton die Gravitation zum ersten Mal beschrieb, erklärt es die Anziehung zwischen Objekten. Die Schwerkraft ist dafür verantwortlich, dass Planeten und Sterne auf ihren Bahnen bleiben. Damit ist die Anziehungskraft die bestimmende physikalische Kraft im Universum.

Daher auch die Idee, dass man durch das Gesetz der Anziehung das Universum beeinflussen kann – in der Psychologie und Physik.


Gleichzeitig berufen sich Esoteriker auf die „hermetischen Grundlagen“ des Gesetzes der Anziehung.

Und ab jetzt wird es fragwürdig!  Anhänger dieser Richtung berufen sich auf das Buch „Kybalion“, das unter Okkultisten und Esoterikern zur Pflichtlektüre gehört. Darin werden sogar 7 hermetischen Prinzipien beschrieben, auf deren Grundlage die Welt angeblich funktionieren soll. Das Gesetz der Anziehung ist eines davon. Die Begründungen sind jedoch dubios bis haarsträubend und haben mit den Gesetzen der Naturwissenschaften so gar nichts gemeinsam.


Zusammengefasst: Die physikalische Schwerkraft existiert unbestritten! Ob es dagegen ein "psychologisch-esoterisches Gesetz der Anziehung" gibt, ist bis heute unbewiesen.

Kurze Antwort: Esoterische Gesetze gibt es genauso wenig wie pharmazeutische Wirkstoffe in Homöopathie.


Den wissenschaftlichen Beweis bleibt das Gesetz der Anziehung also bis heute schuldig. Seiner Popularität hat das bis heute allerdings nicht geschadet.

Die stark vereinfachte Formel – „Wer nur genug und richtig glaubt, wird reich und erfolgreich“ – wird zwar niemand glauben. Trotzdem ist unbestritten, dass eine Bewusstseinsveränderung und ein Perspektivwechsel zu einer positiven Veränderung der Lebensumstände führen kann.


Es lässt sich überhaupt nicht kritisieren, dass Menschen mehr an sich selbst und ihre Fähigkeiten glauben und auch ihre Ziele mit mehr Zuversicht anpacken. Tatsächlich erreichen wir so deutlich mehr. Daneben gibt es allerdings auch handfeste Kritikpunkte am Gesetz der Anziehung.

Menschen, die vom Gesetz der Anziehung überzeugt sind, nennen gerne die Erfolge, aber nie die unerfüllten Wünsche an das Universum. Das Gesetz der Anziehung ist keine Kausalität, sondern beschreibt allenfalls eine temporäre Korrelation.

Ein „Gesetz“ im naturwissenschaftlichen Sinne muss überprüfbar und empirisch nachweisbar sein. Das ist dieses Gesetz aber nicht.


Das Gesetz der Anziehung hört aber bei positiven Gedanken nicht auf. Wenn Positives Positives anzieht, dann gilt das umgekehrt auch für negative Gedanken. Bedeutet: Haben Menschen in ihrem Leben viel Pech, muss das an ihrer negativen Einstellung liegen.

Das ist allerdings Zynismus pur. Einem schwerkranken oder depressiven Menschen würde man wohl kaum erzählen, dass das nur von den negativen Gedanken kommt und er oder sie daran selbst schuld ist?


Statt am eigenen Erfolg kontinuierlich zu arbeiten, verführt das Resonanzgesetz im Zweifel zum bequemen Weg: „Die Macht der positiven Gedanken wird es schon richten…“ Damit geben die Menschen aber die Verantwortung für ihr Leben ab und auch der Elan schwindet. Im schlimmsten Fall lassen wir uns durch dieses Denken Chancen entgehen und untergraben unseren Erfolg, statt ihn zu befördern.


Dass das Gesetz der Anziehung allerdings durchaus funktionieren kann, zeigt sich in verschiedenen Bereichen. Die Psychologie spricht zum Beispiel von der "sich selbst erfüllenden Prophezeiung". Egal, ob im Positiven oder Negativen, weil jemand unbewusst darauf hinarbeitet oder – wie das Resonanzgesetz sagen würde – durch seinen Schwingung jeweils Positives oder Negatives anzieht.


"Selektive Wahrnehmung" ist ein weiteres Stichwort, das unsere Realität zu dem macht, was sie für uns ist. Konzentriere ich mich auf die positiven Dinge in meinem Leben, blendet das Gehirn die negativen Ereignisse und Gefühle zunehmend aus. Vorhanden sind sie immer noch – werden aber nicht mehr in dem Ausmaß wahrgenommen, weil die positive Wahrnehmung überwiegt und damit auch das Erreichen der gesetzten und formulierten Ziele.


Eingesetzt wird das Prinzip des Resonanzgesetzes zum Beispiel auch bei verschiedenen Erfolgstrainings – unter anderem im Wirtschafts- und Managementbereich oder in der Persönlichkeitsbildung. Ob es tatsächlich funktioniert, muss wohl jeder für sich selbst ausprobieren.


Dass es zumindest bei der Autorin von "The Secret" gewirkt hat, stellt eine deutsche Journalistin bei der kritischen Betrachtung des Buches fest. Ihr Fazit: Die Veröffentlichung von "The Secret" habe Rhonda Byrne zu immensem Reichtum verholfen, obwohl die Inhalte längst bekannt gewesen seien.

Na also, geht doch.

Quelle: geo.de


In diesem Sinne, bleibe positiv und glaube an deine Fähigkeiten. Verlass dich nicht auf das Universum, sondern packe deine Themen an. "Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt." (Lao Tse, Chinesischer Philosoph)


Vielen Dank fürs Lesen und viele Grüße,

Richard


P. S. Die maskuline Schreibweise dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit. Angesprochen sind selbstverständlich immer alle Geschlechter.

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