Hypnosepraxis am Sachsenwald       Richard Petersen 

>>> Garantierter Ersttermin innerhalb von 3 Tagen <<<                         21465 Reinbek, Am Rosenplatz 8                         

Ein unterschätztes Problem

Richard Petersen • 21. März 2025

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

Psychische Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabuthema, besonders wenn es um Kinder geht. Viele Erwachsene haben das Gefühl, dass Kinder keine psychischen Probleme haben können oder dass diese nur vorübergehend sind. Doch die Realität zeigt ein anderes Bild.

Auch Kinder und Jugendliche sind von psychischen Erkrankungen betroffen, und diese Erkrankungen können einen enormen Einfluss auf ihre Entwicklung und Lebensqualität haben.

Im folgenden Artikel beschränke ich mich auf Depressionen bei Kindern und Jugendlichen. Andere psychische Störungen, die ebenfalls bei Kindern und Jugendlichen auftreten beschreibe ich gerne gesondert in einem der nächsten Beiträge.


Depressionen sind eben nicht nur ein Problem von Erwachsenen – auch Kinder und Jugendliche leiden zunehmend an dieser psychischen Erkrankung. Leider wird die Depression bei Kindern oft nicht erkannt oder unterschätzt, denn Kinder zeigen häufig andere Symptome als Erwachsene, was die Diagnose erschwert.

Allerdings ist es wichtig, diese Erkrankung frühzeitig zu erkennen, um den betroffenen Kindern die nötige Unterstützung und Behandlung zukommen zu lassen.


Eine Depression ist viel mehr als nur vorübergehende Traurigkeit oder schlechte Laune. Sie ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, die den Alltag und das Wohlbefinden eines Kindes erheblich beeinträchtigt. Bei Kindern kann sich eine Depression auf verschiedene Weise äußern, und die Symptome unterscheiden sich oft von denen, die Erwachsene erleben. Während Erwachsene häufig von einer anhaltend niedergeschlagenen Stimmung berichten, zeigen Kinder oftmals Verhaltensänderungen, die nicht sofort als depressive Symptome erkannt werden.


Kinder mit Depressionen zeigen häufig eine Vielzahl von Verhaltensweisen, die ihre psychische Belastung widerspiegeln. Zu den häufigsten Symptomen gehören:


  1. Anhaltende Traurigkeit und Reizbarkeit
    Kinder mit Depressionen sind oft ständig traurig oder schlecht gelaunt. Anders als Erwachsene, die möglicherweise über ihre Gefühle sprechen, zeigen Kinder ihre Traurigkeit häufig durch Reizbarkeit oder Wutausbrüche.
  2. Verlust des Interesses an Aktivitäten
    Ein weiteres typisches Zeichen einer Depression ist der Verlust des Interesses an Aktivitäten, die das Kind normalerweise gerne ausführt. Hobbys, Sport oder auch das Treffen von Freunden werden plötzlich als uninteressant oder anstrengend empfunden.
  3. Schwierigkeiten in der Schule
    Depressive Kinder haben häufig Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Aufgaben zu erledigen oder sich zu motivieren. Dies führt oft zu einem Rückgang der schulischen Leistung und kann zu Problemen mit Lehrern oder Mitschülern führen.
  4. Körperliche Beschwerden
    Kinder mit Depressionen klagen oft über körperliche Symptome wie Kopf- oder Bauchschmerzen, ohne dass eine organische Ursache erkennbar ist. Auch Schlafstörungen (zu viel oder zu wenig Schlaf) und Veränderungen im Appetit (Gewichtsverlust oder -zunahme) sind häufige Begleiterscheinungen.
  5. Soziale Isolation
    Depressive Kinder ziehen sich häufig von ihren Freunden und der Familie zurück. Sie haben wenig Interesse an sozialen Interaktionen und meiden häufig den Kontakt zu anderen Kindern.
  6. Pessimistische Gedanken und Selbstwertprobleme
    Kinder mit Depressionen haben oft sehr negative Gedanken über sich selbst. Sie fühlen sich wertlos, haben das Gefühl, nichts zu können, und glauben, dass sie nie glücklich sein werden. In einigen Fällen können diese negativen Gedanken so stark sein, dass das Kind sogar mit Selbstverletzungen oder Selbstmordgedanken kämpft.


Depressionen haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern. Wenn diese Krankheit nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird, kann sie langfristige Konsequenzen haben, die weit über das Kindesalter hinausgehen.

Kinder, die an Depressionen leiden, haben oft Probleme in der Schule und in sozialen Beziehungen. Dies kann ihre akademische Leistung und die Fähigkeit, Freundschaften zu schließen, negativ beeinflussen.

Ohne Behandlung kann eine Depression bei Kindern zu chronischen psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter führen, wie etwa Angststörungen, weitere depressive Episoden oder auch Suchtprobleme.

In schweren Fällen können depressive Kinder zu Selbstverletzung oder Suizidgedanken neigen. Es ist wichtig, diese Symptome ernst zu nehmen und rechtzeitig Hilfe zu suchen. Achtet daher auch sorgsam darauf, was eure Kinder euch sagen und wie sie es sagen.


Die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Depressionen bei Kindern ist entscheidend, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Daher ist es auch überaus wichtig, eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen, in der das Kind offen über seine Gefühle sprechen kann. Eltern, aber auch Lehrer und andere Bezugspersonen sollten aufmerksam auf Veränderungen im Verhalten des Kindes achten und ihm versichern, dass es in Ordnung ist, Hilfe zu suchen.

Wenn eine Depression bei einem Kind vermutet wird, ist es notwendig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Erste Anlaufstelle kann der Kinder- oder Hausarzt sein. Ein Kinder- und Jugendpsychiater kann helfen, die genaue Ursache der Symptome zu ermitteln und eine passende Therapie zu empfehlen.


Warum eine Hypnosetherapie bei Kindern mit einer psychischen Störung eine wirksame und wertvolle Unterstützung sein kann.

Kinder sprechen oft besonders gut auf Hypnose an, aus mehreren Gründen. Kinder haben eine natürliche Fähigkeit, sich lebhafte Vorstellungen zu machen und sind in der Regel offener für neue Erfahrungen. Sie können sich leichter auf die Hypnose einlassen, da ihre Fantasie oft sehr aktiv ist und sie weniger Widerstand leisten als Erwachsene.

Darüber hinaus haben Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen weniger tief verwurzelte, negative Glaubenssätze und Denkmuster. Sie sind daher oft flexibler und empfänglicher für Veränderungen, die durch Hypnose angestoßen werden. Hypnose kann ihnen helfen, neue Perspektiven und gesündere Denkweisen zu entwickeln.

Das Unterbewusstsein von Kindern ist sehr aktiv und empfänglich für Suggestionen. Kinder haben eine stärkere Verbindung zu ihren Gefühlen und inneren Prozessen, was die Arbeit mit Hypnose oft effektiver macht. Eine Hypnose kann auf diese Weise das Unterbewusstsein direkt ansprechen und die emotionale Verarbeitung erleichtern.

Diese Offenheit unterstützt die positive Wirkung einer Hypnose. Kinder haben eine größere Fähigkeit zur Anpassung und lernen schnell. Hypnose kann ihnen helfen, neue Verhaltensweisen zu erlernen oder alte, nicht hilfreiche Muster zu verändern, da ihr Gehirn in einer Entwicklungsphase ist, die stark auf Veränderung ausgerichtet ist.


Hypnose kann Kindern bei der Bewältigung von Depressionen helfen, indem sie den Zugang zu unterbewussten Prozessen erleichtert und damit emotionale Blockaden löst.

Im Falle einer Depression kann Hypnose verschiedene Mechanismen ansprechen. Hypnose kann Kindern helfen, ihre Ängste und den Stress zu lindern, der oft mit Depressionen einhergeht. Die Entspannungstechniken, die bei der Hypnose verwendet werden, können das Nervensystem beruhigen und das Gefühl der Überwältigung verringern.

In der Hypnose kann das Kind dazu angeleitet werden, negative Gedanken oder Glaubenssätze, die zur Depression beitragen, zu hinterfragen und umzuprogrammieren.

Indem sie sich auf positive Gedanken und Perspektiven konzentrieren, können Kinder lernen, ihre Sichtweise auf sich selbst und ihre Welt zu ändern.

Hypnose kann darüber hinaus dabei helfen, das Selbstwertgefühl zu stärken und das Kind zu ermutigen, sich selbst positiver zu sehen. Dies ist besonders wichtig bei Depressionen, wo sich Kinder oft wertlos oder von anderen getrennt fühlen.

Wenn die Depression durch unverarbeitete emotionale Erlebnisse oder Traumata ausgelöst wurde, kann Hypnose dazu beitragen, diese Themen anzugehen. Sie kann dem Kind helfen, diese Erlebnisse zu verstehen und auf gesunde Weise zu verarbeiten, was eine Heilung unterstützen kann.

Mit Hilfe von Hypnose können Kinder lernen, neue, gesunde Verhaltensweisen zu entwickeln, die ihnen helfen, besser mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen. Dies kann zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zu einer besseren emotionalen Gesundheit führen.


Es ist wichtig zu betonen, dass Hypnose allein nicht die einzige Lösung für eine Depression ist, sondern sie als ergänzende Therapie in Kombination mit anderen Maßnahmen, wie Psychotherapie oder einer fachärztlichen Begleitung, eingesetzt werden kann.


Depressionen bei Kindern sind eine ernstzunehmende Herausforderung, die nicht unterschätzt werden darf. Frühzeitige Erkennung und Unterstützung sind entscheidend, um betroffenen Kindern zu helfen, ihre Symptome zu überwinden und ein gesundes, erfülltes Leben zu führen.

Als Gesellschaft ist es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Kinder in einem Umfeld aufwachsen, in dem ihre psychische Gesundheit genauso wichtig ist wie ihre körperliche Gesundheit.

Eltern, Lehrer und Fachleute spielen eine entscheidende Rolle dabei, Kinder mit Depressionen zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihren Weg zurück ins Leben zu finden.


Wenn du selbst möglicherweise betroffen bist, oder dich um jemanden Sorgen machst, findest du unter den folgenden Rufnummern Unterstützung.

Nummer gegen Kummer: Elterntelefon

Für Eltern und andere Erwachsene, die sich um Kinder sorgen: 0800 111 0 550

Nummer gegen Kummer: Kinder- und Jugendtelefon

Das Kinder- und Jugendtelefon der Nummer gegen Kummer ist anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz erreichbar: 116 111


In diesem Sinne, vielen Dank fürs Lesen und viele Grüße,

Richard


P. S. Die maskuline Schreibweise dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit. Angesprochen sind selbstverständlich immer alle Geschlechter.

von Richard Petersen 28. März 2025
Wie der Wechsel der Uhrzeit unsere Psyche aus dem Takt bringt
von Richard Petersen 14. März 2025
Wie Kinder aggressives Verhalten erlernen
von Richard Petersen 7. März 2025
Der Marshmallow-Test
von Richard Petersen 28. Februar 2025
Das Edwards Gesetz
von Richard Petersen 21. Februar 2025
Der Halo-Effekt
von Richard Petersen 13. Februar 2025
Der Concorde-Effekt
von Richard Petersen 7. Februar 2025
Das "Asch-Experiment"
von Richard Petersen 2. Februar 2025
Die Facial-Feedback-Hypothese
von Richard Petersen 24. Januar 2025
Wann, warum und wie wir uns schämen
von Richard Petersen 17. Januar 2025
Die Faszination der Angstkonditionierung
Weitere Beiträge
Share by: