„Im neuen Jahr wird alles anders!“ – So geht das jedes Jahr mit den guten Vorsätzen.
Jeder Dritte Deutsche formuliert für sich Neujahrsvorsätze.
Typische Vorsätze sind: Gesünder ernähren, mehr Sport treiben und mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen.
Dann steht das neue Jahr vor der Tür – und mit dem Silvesterabend, spätestens aber an Neujahr ist vieles davon wieder vergessen.
Schade. Warum funktionieren Neujahrsvorsätze nicht?
Was sind überhaupt gute Vorsätze? Und wie lassen sich gute Vorsätze einhalten – dieses Jahr wenigstens?
Was sich die Menschen in Deutschland vornehmen:
Laut Statista haben rund 33 Prozent der Deutschen Neujahrsvorsätze für das laufende Jahr formuliert. Jeder Dritte möchte sich also ganz gezielt etwas vornehmen, um in den kommenden 12 Monaten darauf hinzuarbeiten.
Zeigt aber auch: Die Mehrheit macht keine Neujahrsvorsätze.
In der Rangliste sind auch dieses Jahr wieder die üblichen Dauerbrenner ganz oben.
Gute Vorsätze für 2025: Die Liste (Quelle: Statista)
Auch das haben Umfragen ergeben: Von all den guten Vorsätzen halten 15 Prozent nicht länger als eine Woche.
Weitere Zwölf Prozent sind nach zwei Wochen wieder vergessen.
Dann übernehmen die alten Gewohnheiten das Ruder.
Eine Studie der Universität von Scranton (USA) malt ein noch düsteres Bild:
Danach scheitern ganze 92 Prozent aller Vorsätze. Warum?
Laut Wissenschaft aus drei Gründen:
Zu viel! Wer sich zu viel auf einmal vornimmt, scheitert schneller.
Zu spontan! Die Vorsätze dürfen nicht aus einer Laune heraus entstehen, sondern sollten realistisch und überschaubar geplant werden.
Zu früh! Die Neujahrswünsche werden zu einem Zeitpunkt gefasst, der nichts mit dem eigenen Lebensfluss zu tun hat.
Sich zu viel auf einmal vorzunehmen, ist immer unklug. Schließlich geht es darum, mit alten (schlechten) Gewohnheiten zu brechen.
Die sind anfangs wie Spinnweben und später wie Drahtseile, sagt ein spanisches Sprichwort.
Die Kunst ist, ein großes Ziel möglichst konkret zu formulieren, in Etappen zu zerlegen (sogenannte Meilensteine) und diese anschließend konsequent und mit aller Kraft zu verfolgen.
Abnehmen, sparen, spenden, mit dem Rauchen aufhören, Vegetarier werden, weniger Zeit mit Social Media verbringen… gute Vorsätze gibt es viele.
Wirklich „gut“ sind sie aber erst dann, wenn sie mit uns zu tun haben und uns selbst gut tun. Aus guten, persönlichen Gründen.
So wie Glück etwas ganz Persönliches ist, gilt das auch für Neujahrsvorsätze.
Es bringt überhaupt nichts, wenn du dir etwas vornimmst, was du gar nicht selbst willst. Stellt der Vorsatz nur eine Qual dar, wirst du kaum die nötige Selbstdisziplin entwickeln und durchhalten.
Neujahrsvorsätze sind schnell formuliert. Du solltest aber das Motiv dahinter kennen. WARUM willst du das überhaupt? WARUM nimmst du dir das vor?
Erst wer ein erstrebenswertes Ziel dahinter erkennt, hat auch einen „guten“ Vorsatz und Grund gefunden und entwickelt die entsprechende Motivation.
Viele Vorsätze scheitern, aber das muss ja nicht für dich gelten! Die folgenden Tipps helfen dir dabei, deine Neujahrsvorsätze tatsächlich zu verwirklichen.
Meilensteine definieren
Große Ziele solltest du immer in Teilschritte zerlegen. Sie geben mehr Ansporn.
Aus der Motivationsforschung ist bekannt, dass Menschen mehr Elan entwickeln, je näher sie einem Ziel kommen (Goal-Gradient-Effekt).
Der Goal-Gradient-Effekt beschreibt das psychologische Phänomen, bei dem eine Person umso mehr Anstrengungen unternimmt, je näher sie ihrem Ziel kommt.
Mach es konkret
Formuliere deine Neujahrsvorsätze so konkret und spezifisch wie möglich.
„Mehr Zeit mit Freunden verbringen“ ist schön, aber vage. Sich „jeden 2. Freitagabend im Monat mit Klaus oder Marion“ zu treffen, ist konkret. Und damit ein greifbares Ziel.
Im kommenden Jahr „abnehmen“, ist kein konkretes Ziel. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag auf den Nachtisch zu verzichten und bis zum 1. März 5 Kilo abzunehmen, schon!
Fang sofort an
Laut
„72-Stunden-Regel“ solltest du alles, was du dir vornimmst, innerhalb von 72 Stunden beginnen! Sonst sinkt die Chance, dass du das Projekt jemals umsetzt, auf 1 Prozent. Schuld daran ist mangelnde Entschlossenheit. Nur wer sich einer Sache ganz verschreibt, mit Herzblut und Leidenschaft, will damit auch loslegen. Und der erste Schritt ist dabei der Wichtigste.
Bleib dran
Laut Studien um Phillippa Lally vom University College in London dauert es mindestens zwei Monate bis wir eine neue Gewohnheiten etabliert haben. Solange müssen wir durchhalten und sie (täglich) praktizieren. Erinnere dich also daran.
Übrigens: Rückschläge sind ganz normal, kein Grund aufzugeben.
Die Psychologen Alan Marlatt und Elizabeth Miller von der Universität von Washington fanden heraus: Jeder Fünfte braucht mehr als sechs Anläufe, um seine Vorsätze umzusetzen.
Formuliere positiv
Je mehr wir uns vornehmen, etwas NICHT zu tun, desto wahrscheinlicher, dass wir es wieder tun.
„Ironie-Effekt“ heißt dieses Phänomen in der Fachsprache.
Besonders schädlich wirkt er bei Vorsätzen, wie „Ich möchte nicht mehr rauchen“ oder „Ich möchte weniger essen“.
Formuliere deine Neujahrsvorsätze daher immer positiv statt negativ.
„Ich werde rauchfrei“ oder „Ich ernähre mich gesünder“
Such dir Verbündete
Allein geben viele schneller auf. Mit mentaler Unterstützung durch Familie oder Freunde kannst du auch den hartnäckigsten inneren Schweinehund besiegen.
Das konnten Studien durch Mark Conner vom Institute of Psychological Science an der Universität von Leeds bestätigen.
Bleibe zuversichtlich
Wer Neujahrsvorsätze einhalten will, muss an sich und den Erfolg glauben. Die Überzeugung, genug Willenskraft zu besitzen, um lästige Gewohnheiten loszuwerden, ist deutlich erfolgreicher, als etwas Neues „nur mal so auszuprobieren“.
Das ist das Ergebnis von Studien um Anirban Mukhopadhyay und Gita Johar von der Columbia Business School.
Behalte deinen Spaß
Gute Vorsätze müssen Spaß machen. Sparsamer zu werden, weckt keine Ambitionen. Jeden Monat 100 Euro zur Seite zu legen, um damit einen Traumurlaub zu finanzieren, schon.
Belohne dich
Jede Lebensveränderung, die gelingt, ist ein Schritt vorwärts. Dafür solltest du dich belohnen. Sonst läufst du Gefahr, bei ersten Rückschlägen aus Frust aufzugeben.
ABER: Wenn du rauchfrei geworden bist, belohne dich lieber nicht mit einer teuren Zigarre. Wenn du dagegen dein Gewicht reduziert hast, darfst du dich durchaus mit einem Sterne-Menü belohnen.
Falls du jetzt denkst: „Das ist mir alles zu viel. Der hat leicht reden. Meilensteine, Verbündete, Zuversicht usw. und dann auch noch den Spaß daran behalten. Das muss auch einfacher gehen.“
Dann bin ich an deiner Seite.
Im Zustand einer hypnotischen Trance kannst du in deinem Unterbewusstsein deinen Veränderungswunsch mit positiven Emotionen verknüpfen und später in deinen Alltag integrieren. Du wirst anschließend viel erfolgreicher dabei sein, dein Ziel zu erreichen.
Hypnose ist eine sehr wirkungsvolle Methode, deine innere Kraft und Motivation zu aktivieren und aufrecht zu erhalten. Das ist wissenschaftlich längst belegt.
Denk immer daran: Ein Wunsch ändert gar nichts, eine Entscheidung verändert alles.
In diesem Sinne,
vielen Dank fürs Lesen und viele Grüße,
Richard
P. S. Die maskuline Schreibweise dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit. Angesprochen sind selbstverständlich immer alle Geschlechter.